Fehler bei Eröffnung des Tagesgeldkontos vermeiden

Tagesgeldkonten gehören zwar zu den komfortabelsten Geldanlageprodukten überhaupt, vor Anfängerfehlern sind unerfahrene Anleger dennoch nicht gefeit. Während mangelnde Ambition in Sachen Tagesgeld manchmal nur bürokratischen Ärger mit sich bringt, bedeuten andere Fehler hohe finanzielle Einbußen.

Vor Eröffnung eines Kontos sollte stets ein Zinsvergleich durchgeführt werden, dieser Schritt ist in der derzeitigen Niedrigzinsphase besonders wichtig. Banken bieten zwischen 0,5-1,65 Prozent Zinsen auf Erspartes. Neukunden sollten darüber hinaus besonders auf Zinsgarantien achten, denn oftmals sind besonders gute Zinsen auf einen bestimmten Zeitraum befristet. Doch die Zinshöhe sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium für eine Anbieterwahl sein. Gute Konditionen und ein hervorragender Service zeichnen eine gute Bank aus. Anleger sollten sich eine Checkliste anlegen, mit dieser fällt der Vergleich besonders leicht: Wie kurz ist der Auszahlungszeitraum für Zinsen? Gibt es bei Neueröffnung Prämien oder Boni? Sind Mindesteinlagen oder Höchsteinlagen vorgesehen? Sind andere Finanzprodukte an die Eröffnung gekoppelt? Auch der Wechsel zu einem anderen Bieter sollte jederzeit unkompliziert möglich sein. Doch auch nach Eröffnung hört die Arbeit nicht auf, nur wer sowohl den internationalen Finanzmarkt, als auch den Tagesgeldmarkt beobachtet, kann hohe Renditen erzielen. So hat etwa eine Anhebung oder Senkung des Leitzinses auch Auswirkungen auf die Zinshöhe bei Tagesgeldern.

Sicherheit geht vor

Ein Muss für Kapitalanlagen ist die Absicherung vor finanziellem Schaden, so sollte die Bank alle Tagesgelder mit der gesetzlichen Einlagensicherung schützen. Bei Banken im EU-Raum ist dieser Schutz grundsätzlich gegeben. Empfehlenswert ist außerdem eine weitere Absicherung, beispielsweise über eine Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Daneben sollten Anleger die grundlegendsten Steuerregeln kennen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. So unterliegen Zinserträge der Abgeltungssteuer, für die jedoch eine Freigrenze von derzeit 801 Euro gilt. Um von dieser Freigrenze profitieren zu können, müssen Sparer einen Freistellungsauftrag erteilen. Fehlt dieser, führt die Bank automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer ab – Zinserträge werden minimiert. Anleger mit mehr Erfahrung können mit Tagesgeldern in Fremdwährung ihren Gewinn weiter steigern. Da der Leitzins in anderen Ländern höher ausfällt, sind auch die Renditen größer. Doch mit dem höheren Gewinnversprechen geht ein nicht unerhebliches Risiko einher; dieses gilt besonders für politisch und wirtschaftlich instabile Länder. Auch die Gebühren für die Kontoführung und das Umtauschen in die fremde Währung sollte im Auge behalten werden.

Weitere Informationen bei www.tagesgeldzinsen.com